Der Zusammenschluss der Marienbruderschaften in Polen ist eine Organisationseinheit der Kirche, ein Zusammenschluss kirchlicher Vereine. - Die Marienbruderschaft, die von der Konferenz des polnischen Episkopats errichtet wurde, besitzt kirchliche und staatliche Rechtsfähigkeit.

Die erste Bruderschaft wurde 1563 in Rom durch den Jesuiten Jan Leunis gegründet. Heute sind die Marienbruderschaften Gemeinschaften mit formierenden und apostolischen Aufgaben, besonders ergeben der Heiligen Mutter Gottes, Gottesgebärerin und Mutter der Kirche. Ziel der Bruderschaft ist es, ihre Mitglieder zu Menschen zu formen, die erfüllt vom Evangelium leben und besonders verantwortlich für die Kirche und ihre Mission auf der Welt eintreten.

Die Bruderschaften vereinigen Laien verschiedenen Alters, Standes und Berufs. Jede Bruderschaft besitzt ihren Laienvorstand, der für die Gesamtheit des Lebens dieser Bruderschaft verantwortlich ist und einen Kaplan, der sich auf geistlicher Ebene um die Mitglieder kümmert. Die Bruderschaften sind im Zusammenschluss der Marienbruderschaften vereinigt, an deren Kopf der Vorstand steht, der von der Versammlung der Delegierten des Zusammenschlusses gewählt wird, und von der Konferenz des polnischen Episkopats bestätigt wird. Kirchlicher Assistent des Zusammenschlusses ist jedoch ein Kaplan, der von der Konferenz des polnischen Episkopats ernannt wird. Der Assistent passt auf, dass der Zusammenschluss im Übereinstimmung mit seinen religiösen Zielen handelt.

Weil im Geheimnis Christi und der Kirche Maria einen speziellen und einzigartigen Platz einnimmt - Mutter des Heilands und von uns allen - und gleichzeitig das großartigste Beispiel des Glaubens, geht die Bruderschaft ihren Weg des Glaubens, vertraut sich ihrer Fürsorge an und vertraut sich ihr vollkommen an. Auf diese Art wird sie zu einer Marienschule des Lebens und des christlichen Handelns. Den Charakter des Innenlebens der Brüder, also ihren Geist drückt das lateinische Motto Per Mariam ad Jesum (Durch Maria zu Jesus) aus.

„Die Bruderschaft nennt sich Marienbruderschaft" - schreibt Papst Pius XII in der Verfassung Bis Saeculari - „nicht nur deshalb, weil sie ihren Namen von der Allerheilgsten Jungfrau Maria herleitet, sondern vor allem deshalb, weil alle Brüder die Ansichten der Gottesgebärerin hegen besonders die Andacht und sich voller Konsekration mit Ihr verbinden, in welcher sie schwören, obgleich nicht unter Sünde, dass sie unter der Standarte der Allerheiligsten Jungfrau Maria inständig kämpfen werden, die christliche Vollkommenheit für sich und andere zu erreichen".

Neben Marienverehrung basiert die Geistigkeit der Bruderschaft auf dem Weg, der vom heiligen Ignatius von Loyola in den Geistlichen Übungen eingeschlagen wurde. „Die Marienbruderschaft ist in ihrem Wesen also die Schule der Geistigkeit Marien und des Ignatius. Die sind beinahe wie zwei Lungen, mit denen er atmet" - schreibt Stanisław Mrozek SJ.

Viele außerordentliche Personen waren Brüder, darunter viele Heilige, Doktorender Kirche, Päpste, Bischöfe, Könige. Unter den hervorragenden Brüder muss man zum Beispiel den Patron Polens, den heiligen Stanisław Kostka und den heiligen Andrzej Bobola hervorheben und natürlich den größten Bruder unserer Zeiten, den heiligen Johannes Paul den II. Der polnische Papst sagte: „Die Marienbruderschaften sind notwendig. Sie haben ihren spezifischen Charakter, der sie von allen anderen Bewegungen und Vereinen unterscheidet. Ich kenne sie gut. Ich selbst war zwei Jahre lang Präfekt der Marienbruderschaft im Gymnasium in Wadowice, und danach Mitglied der Marienbruderschaft der Akademiker in Krakau. Die Marienbruderschaft gestaltet die ganze Persönlichkeit den Menschen. Ich verdanke meine Liebe zur Jungfrau Maria der Marienbruderschaft".

Auch Gottesdiener Kardinal Stefan Wyszyński (genannt Primas der Tausendjahrfeier), der 1980 den Priester Tadeusz Uszyński aus Warschau mit der Reaktivierung der polnischen Marienbruderschaften betraute, war ein Bruder.

Der Vorstand des Zusammenschlusses der Marienbruderschaften in Polen:
- inspiriert und koordiniert die Tätigkeit der Formierung der Gemeinschaft der Marienbruderschaften in Polen,
- organisiert jährliche Marienbruderschaftliche Besinnungsfahrten, jährliche bruderschaftliche Pilgerfahrten nach Jasna Góra, Besinnungstage und andere regionale Pilgerreisen, sowie jährliche Zusammenkünfte der Delegierten,
- hält regelmäßigen Kontakt zur Konferenz des polnischen Episkopats und verschiedenen christlichen Vereinigungen in Polen aufrecht,
- redigiert und gibt die Quartalsschrift Sodalis Marianus heraus, außerdem eine im zweiwöchigen Rhythmus erscheinende Informationsschrift an alle Mitglieder der Bruderschaft, sowie Publikationen zu besonderen Anlässen,
- betreibt die Internetseite: www.sodalicja.pl.

Der Zusammenschluss der Marienbruderschaften in Polen ist außerdem Träger des Katholischen Erziehungs Komplexes in Warschau, zu dem ein Kindergarten, eine Grundschule und eine allgemeinbildende Oberschule gehören.
Alle an einer Zusammenarbeit Interessierten bitten wir um Kontaktaufnahme via Email: sodalicja@gmail.com